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FAQ

Informationen zu unseren LiFePo4-Akkus mit 176 Ah und 120 Ah ab März 2021

Allgemein

Die Akkus enthalten sehr hochwertige LiFePO4-Zellen, die vollständig entladen werden dürfen, ohne Schaden zu nehmen. Nach 4000 Ladezyklen bei 100 % Tiefentladung stehen noch 80 % Kapazität zur Verfügung. Die Akkus können in jeder Lage eingebaut werden. Die Zellen enthalten keinen flüssigen Elektrolyt. Die Akkus wurden möglichst wartungsfreundlich konstruiert, sodass einzelne Komponenten ggf. ausgetauscht werden können.

Die Akkus blockieren ab null Grad Zelltemperatur den Ladevorgang. Mit dem überschüssigen Ladestrom wird eine 50-Watt-Heizung betrieben, um die Zellen anzuwärmen. Die Einschaltschwelle liegt bei plus 4 Grad. Bei plus 6 Grad schaltet die Heizung ab, allerdings nur dann, wenn Ladestrom anliegt. Strom wird bis minus 20 Grad Zelltemperatur abgegeben.

Laden

Die Akkus können mit der LiFePO4-Einstellung „Lithium 14,4 Volt“ oder „14,6 Volt“ geladen werden. Die Erhaltungsladung kann 13,5 bis 13,8 Volt betragen. Geeignet sind alle Ladegeräte, die mit dem eingestellten Programm keine Desulfatierungsimpulse abgeben. Ältere Ladegeräte, die keine Li-Ladekennlinie (CC CV) haben, können mit der Einstellung „GEL“ betrieben werden. Falls diese nicht vorhanden ist, können sie auch mit der Einstellung „Blei“ betrieben werden.

Wie schnell die Akkus geladen werden, hängt von der Ampere-Leistung (Strommenge) der Ladegeräte ab. Grundsätzlich kann mit 1 Ampere bis 1 C - bei 120 Ah-Akkus sind das 120 A, bei 176 Ah-Akkus bis 176 A - geladen werden. Eine schonende Ladung ist bis ca. einem drittel C, also 40 A beim 120 Ah-Akku möglich. Die Akkus schalten selbst ab, wenn sie voll geladen sind.

Entladen

Die Akkus können bis 160 A (2000 Watt) Strom abgeben. Bei einer Spannung von 10 Volt schaltet das BMS den Akku ab, um die Zellen vor Tiefentladung zu schützen. Mit Anlegen einer Ladespannung von mindestens einem Volt (auch Solar oder Lichtmaschine) können die Akkus wieder „aufgeweckt“ werden. Allerdings sind dafür ausschließlich nicht automatische Ladegeräte geeignet. Bitte beachten Sie, dass eine hohe Stromentnahme die Spannung absenkt, wodurch bei hohen Stromentnahmen die Abschaltung etwas früher erfolgt.

Parallelschaltung

Es können beliebig viele gleich große Akkus parallel geschaltet werden. Wichtig ist, dass alle Akkus zuvor vollgeladen werden, um extreme Ausgleichsströme zu vermeiden. Die Stromabnahme sollte immer mit Plus am ersten und Minus am letzten Akku erfolgen.

Display

Der rechte Tasten-Knopf hat die folgenden Funktionen: Anzeige Volt, Anzeige Ladezustand, Display aus. Die Anzeige der Spannung (Volt) zeigt die Spannung direkt an den Zellen an und ist sehr genau. Der Ladezustand wird logarithmisch ermittelt und ist nicht sehr genau. Kurz nach dem Ladevorgang ist die Spannung beispielsweise noch relativ hoch und der geschätzte Füllstand wird daher zu hoch angezeigt. Nach einigen Stunden und aufgrund des geringen Eigenverbrauchs des BMS wird er dann deutlich niedriger angezeigt.

Pole

Die Pole haben ca. 20 mm lange M10 Gewindestangen. Bei Bedarf können diese nach Abschrauben des Deckels um weitere 10 mm herausgedreht werden.

Bluetooth

Die Akkus bieten Ihnen die Möglichkeit der Bluetooth-gestützten Batterieüberwachung via mobiler App. Sie finden die mobilen Apps für Apple- und Android-Geräte, wenn Sie im App Store bzw. bei Google Play den Suchbegriff „Robur“ eingeben.

Informationen zum LED-Display der LiFePo4-Akkus mit 176 Ah und 120 Ah ab März 2021

Ladezustand, Spannung & Akku-Temperatur

Mit dem Ein-Aus-Knopf können Sie die Display-Beleuchtung ein- und ausschalten. Mit dem Pfeil-Knopf können Sie zwischen Spannungsanzeige und Temperaturanzeige wechseln. Beim eingebauten Display handelt es sich um eine einfache Spannungsanzeige, aus der der Ladezustand errechnet wird.

ACHTUNG: Der tatsächliche Ladezustand des Akkus wird nur richtig angezeigt, wenn weder Lade- noch Entladestrom fließt.

Für eine exakte Ermittlung des Ladezustands sowie der Stromflüsse empfiehlt sich ein Batterie-Computer von Votronic oder Victron. Stören Sie sich nicht daran, wenn das Display anfangs nur ca. 95 % Vollladung anzeigt. Die Zellen entfalten erst nach ungefähr 40 vollen Lade- und Entladezyklen ihre volle Spannung und damit die höchste Leistung.

Laden

So lange Ladespannung anliegt, zeigt das Display die Ladespannung und nicht die Ruhespannung an. Der daraus errechnete Ladezustand ist zu hoch. Die Ladespannung liegt zu Beginn der Ladung niedriger als die am Ladegerät eingestellte Lade-End-Spannung (z. B. 14,4 Volt oder 14,6 Volt) und steigt während des Ladevorgangs allmählich an. Wenn das Display die eingestellte Endladespannung erreicht hat, ist der Akku allmählich voll. Wenn sich bei Sonnenschein oder laufendem Motor die Spannung nicht erhöht, erhält der Akku keine Ladung. Dies kann um die Null-Grad-Grenze am aktiven Temperaturschutz liegen.

Stromentnahme

Während die Stromentnahme anliegt, sinkt die Spannung unter den tatsächlichen Wert ab. Je stärker die Entnahme, umso stärker ist die Absenkung der Spannung und des Ladezustands. Der während der Stromentnahme daraus errechnete Ladezustand ist nicht richtig.

Die Akkus liefern dauerhaft 120 A Strom (1500 Watt). Kurzfristig für ca. 1 bis 5 Minuten kann mehr entnommen werden. Geräte wie z. B. Kaffeemaschinen können also problemlos betrieben werden.

ACHTUNG: Bei längerem Drücken des Pfeil-Knopfes - ab einer Dauer von 3 Sekunden - wechseln Sie in den Programmiermodus des Displays mit der Folge, dass die Anzeige nicht mehr korrekt ist. Dieser Fehler ist nur schwer rückgängig zu machen und erfordert spezielle Kenntnisse.

Bedienungshinweise für die LiFePo4-Akkus mit 176 Ah und 120 Ah ab März 2021

Allgemein

Sie können diesen Lithium-Eisenphosphat-Akku einfach gegen ihren bisherigen Blei-, AGM- oder Gel-Akku austauschen.

Achten Sie darauf, dass die Absicherung der Maximalleistungen der Akkus bzw. der maximalen Entnahme entspricht und die Leitungen hierfür dick genug sind.

Einstellen der Ladegeräte

Sofern Ihr Ladegerät eine Lithium-Ladekennlinie mit 14,6 Volt oder 14,4 Volt und eine Erhaltungsladung von 13,8 Volt hat, so verwenden Sie diese. Andernfalls gehen Sie bitte wie folgt vor:

Landstrom-Ladegeräte (220 Volt) auf „Gel“ mit 14,4 Volt.

Lichtmaschinenladung: Lichtmaschinen liefern i. d. R. etwa. 14 A bis 14,2 Volt. Die Wohnraumbatterien ziehen zwar etwas Spannung von der Starterbatterie ab, aber je voller die Starterbatterie wird, desto mehr regelt sie die Spannung der Lichtmaschine herunter. Dadurch werden die Wohnraumbatterien nur mäßig gut von der Lichtmaschine geladen.

Tipp: Um die Ladeleistung der Wohnraumbatterie zu verbessern, können Sie diese mit einem VCC-Laderegler (Lade-Booster) laden. Dies verbessert auch die Durchleitung bei geringen Kabelquerschnitten von der Starterbatterie zur Bordbatterie und sorgt dafür, dass die Lichtmaschine nicht herunterregelt, bevor die Bordbatterie vollgeladen ist. Damit wird Ihr Motor zum effizienten Notstromaggregat. Bei den neuen Euro6d-Modellen ist ein Lade-Booster zwingend nötig und meist schon vorhanden.

Solar-Laderegler können ebenfalls auf „Gel“ eingestellt werden, falls keine Lithium-Kennlinie wählbar ist.

Besonders effizient sind MPPT-Solarladeregler (Maximum Power Point Tracking) mit ca. 20 % Effizienzgewinn.

Ladestrom und Einbau

Wie schnell die Akkus geladen werden, hängt von der Ampereleistung der Ladegeräte ab. Die Akkus nehmen auch kleine Stöme an. Am schonendsten für die Akkus sind ca. 30 % bis 40 % der Akku-Kapazität (Ah) in Ampere (A) maximal 80 % bis 100 %. Beispiel 120 Ah-Akku: Schonender Ladestrom entspricht 36 A bis 48 A, maximaler Ladestrom 96 A bis 120 A.

Im Gegensatz zu Blei-, AGM- und Gel-Akkus müssen LiFePo4-Akkus nicht immer vollgeladen gelagert werden. Besser ist es, sie teilgeladen zu lagern. Erhaltungsladung ist nur jedes halbe Jahr nötig.

Die Akkus können bis null Grad Zelltemperatur geladen werden. Werden Akkus geladen, die kälter als null Grad sind, so nehmen diese Schaden.

Bei unseren Akkus schaltet der eingebaute Frostschutz automatisch auf „Anwärmen“ um, wenn Ladestrom anliegt, das heißt, Ladestrom, der wegen Minustemperatur nicht zum Laden verwendet werden kann, wird dann verwendet, um mit einer Heizfolie die Zellen anzuwärmen. Nach kurzer Zeit liegt die Zelltemperatur dann über null Grad und das BMS schaltet auf „Laden“ um.

Die Stromabgabe beträgt bei minus 20 Grad etwa noch 50 %. Die Lagerung der Akkus ist bis zu einer Temperatur von minus 40 Grad problemlos möglich.

Die Akkus können bis zu 40 volle Ladezyklen benötigen, bis sie die maximale Kapazität erreichen.

Das Batteriemanagement-System (BMS) schützt vor Überspannung, Unterspannung, Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und Überhitzung des Akkus.

Wenn der Akku einmal abschaltet, entweder wegen Kurzschluss, Spannungsspitze oder bei Erreichen der Tiefentlade-Abschaltung, können Sie den Akku wieder „aufwecken“, indem Sie eine Spannung anlegen. Dies kann mit dem Landstrom-Ladegerät, durch die Lichtmaschine oder über den Solar-Laderegler erfolgen.

ACHTUNG: Sogenannte „intelligente“ Ladegeräte fragen erst die Batterie nach der Spannung. Eine abgeschaltete Batterie antwortet aber nicht. Diese Ladegeräte eignen sich daher nicht zum „aufwecken“ der Batterie.

ACHTUNG: Beim parallel schließen von mehreren Akkus sollten diese dringend vollgeladen sein.

Der Strom sollte unbedingt am Pluspol des ersten und am Minuspol des letzten Akkus in der Reihe abgenommen werden. Die Anzahl der parallelen Akkus ist nicht begrenzt. Die Akkus dürfen keinesfalls in Reihe geschaltet werden, da dadurch 24 Volt Spannung entstehen würden. Hierfür gibt es passende Akkus mit spezifischem BMS.

Li-Akkus sollten nicht mit Blei-Akkus im Verbund betrieben werden.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen jeder Art telefonisch unter 0172 - 8662659 oder per E-Mail unter info@robur-akku.de zur Verfügung.